ELTERN
19/12/2018 15:10 CET

Wegen Donald Trumps Verbot: Mutter darf nicht zu ihrem sterbenden Sohn

“Seine Mutter kann ihn nicht sehen oder berühren und ihm nicht mal einen Abschiedskuss geben, bevor er von uns geht.”

  • Eine Mutter aus dem Jemen darf ihren sterbenden Sohn nicht in den USA besuchen.
  • Grund ist ein strenges US-Einreiseverbot für manche muslimische Staaten.
  • Im Video oben seht ihr, wie ihr der Mutter helfen könnt. 

Der zweijährige Abdullah Hasan liegt im Sterben. Doch wie der US-amerikanische Sender CCN berichtet, darf seine Mutter ihn nicht besuchen.

Die Familie des kranken Kindes kommt aus Ägypten. Seine Mutter hat einen jemenitischen Pass. Weil der Junge an einer schweren Hirnerkrankung leidet, hat ihn sein Vater in den USA bringen lassen, um ihn dort behandeln zu lassen. Doch auch dort wird er den Kampf gegen die Krankheit verlieren.

Seine Mutter kann ihren sterbenskranken Sohn nun nicht besuchen. Grund ist der “travel ban”der Trump-Regierung. Diese Bestimmung  verschärft die Einreisebedingungen für Bürger bestimmter mehrheitlich muslimischer Staaten in die USA.

Keine unnötige Härte

Für die Erteilung eines Visums gäbe es keinen festen Zeitrahmen, sagte Basim Elkarra, Direktor des Rates für Amerikanisch-Islamischen-Beziehungen (CAIR) von Sacramento, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Kalifornien, zu CNN. 

Manchmal könne das bis zu zehn Tagen dauern. Doch er hoffe, dass es in diesem Fall viel schneller gehe.

Die Mutter habe beantragt, ihren Sohn sehen zu dürfen. Denn der “travel ban” für islamische Länder lässt Ausnahmen zu, “wenn die Herausgabe eines Visums von nationalem Interesse ist, der Bewerber keine Gefahr für das Land oder die öffentliche Sicherheit darstellt oder die Ablehnung eines Visums unnötige Härte nach sich zieht”, zitierte die CCN das US-Außenministerium.

 “Bald stirbt er”

Der 22-jährige Vater des Jungen, Ali Hassan sagte: “Mein Sohn Abdullah braucht seine Mutter. Meine Frau ruft mich jeden Tag an. Sie möchte unseren Sohn nur in die Arme schließen und küssen.”

Die Ärzte hätten gesagt, dass Abdullah auch mit lebenserhaltenden Maßnahmen wohl nicht mehr lange überlege, sagte Elkarra. 

 “Bald stirbt er”, sagte der Vater. “Seine Mutter kann ihn nicht sehen oder berühren und ihm nicht mal einen Abschiedskuss geben, bevor er von uns geht.”

(nsc)