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19/03/2019 14:58 CET

Erhöhte Eisenwerte: 6 Zeichen, die Ihnen Sorgen machen sollten

Eisenmangel ist ein bekanntes Problem. Doch dass der Eisenanteil im Körper auch zu hoch sein kann, wissen nur wenige. Zu viel Eisen kann lautÄrztekammer Hamburg dramatische Folgen für die Gesundheit haben: Herzinfarkt, Leberschäden, Diabetes. Und es erhöht sogar das Risiko, dass sich bösartige Tumore bilden, zum Beispiel in der Bauchspeichendrüse.

Ein Überschuss an Eisen trifft in Deutschland genauso viele Menschen wie Eisenmangel. Zwischen gesunden Werten und einer Überbelastung liegt bei Eisen nur eine geringe Spanne: Bei jungen Frauen bewegen sich die Normalwerte zwischen 6,6 und 29,5 Mikromol pro Liter, bei älteren Frauen zwischen 4,1 und 24,0. Bei jungen Männern sind Werte zwischen 7,2 und 27,7 Mikromol pro Liter normal, bei Männern über 40 sind es 6,3 bis 30,1.

Meistens ist die Ursache für die Überbelastung eine genetisch bedingte Erkrankung: Hämochromatose, auch bekannt als Eisenspeicherkrankheit. Der Dünndarm nimmt zuviel Eisen aus der Nahrung auf. Doch auch durch eine falsche Ernährung können zu hohe Werte entstehen. Rotes Fleisch, Nüsse, Linsen, weiße Bohnen und Vollkornprodukte enthalten viel Eisen.

 

Gefährlich wird es laut den Vereinen für unabhängige Gesundheitsberatung, wenn Sie ohne ärztliche Kontrolle Eisen-Präparate nehmen, die ohne Rezept erhältlich sind.

Wenn die Eisenwerte im Körper zu hoch sind, lagert sich das Mineral in lebenswichtigen Organen ab. Es gibt Warnzeichen, die auf erhöhte Werte schließen lassen. Auf diese Symptome sollten Sie achten:

1. Bauchschmerzen

Eisen kann sich in der Bauchspeicheldrüse und in der Leber ablagern und zu Krämpfen führen.

2. Müdigkeit

3. Gelenkschmerzen

Besonders Hände und Finger sind oft betroffen. Warum bei Hämochromatose die Gelenke geschädigt werden, ist noch nicht genau erforscht. Die Beschwerden sind einer Arthritis ähnlich, bei der sich die Gelenke entzünden.

4. Stechende Schmerzen in der Brust

Auch im Herz wird überschüssiges Eisen gespeichert. Die Arterien verkalken, Zellen werden beschädigt.

5. Vermindertes sexuelles Verlangen, Impotenz

Weil sich das Eisen auch in Hormondrüsen absetzt, kann ihre Funktion beeinträchtigt sein. Bei Männern kommt es zu erektiler Dysfunktion, bei Frauen setzen die Wechseljahre früher ein.

6. Schilddrüsen-Unterfunktion

Auch die Schilddrüse wird durch den Eisenüberschuss geschädigt.

Wenn Sie mehrere dieser Symptome haben, lassen Sie beim Arzt Ihre Blutwerte untersuchen. Generell ist es ratsam, nicht zuviel rotes Fleisch zu essen, weil es auch mit der Entstehung von Darmkrebs in Verbindung gebracht wird.